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Was bedeutet PROOF scheme?

Da das englische Handelsregister nicht wie das deutsche an Notare gebunden ist, können Änderungsmeldungen dort ohne notariell beglaubigte Unterschrift eingereicht werden, was bedeutet, dass theoretisch jeder solche Meldungen einreichen kann, einerlei ob er für ein bestimmte Firma zeichnungsberechtigt ist oder nicht, was ein Sicherheitsrisiko darstellen kann.

Um solche unautorisierten Änderungsmeldungen präventiv zu verhindern, wurde vor einigen Jahren der PROtected Online Filing Service (PROOF scheme) eingeführt, der es optional erlaubt Änderungen per Papierformular selektiv zu sperren, so dass Änderungen nur noch über die elektronische Schnittstelle des Companies House, das WebFiling, vorgenommen werden können.

Das allerdings setzt voraus, dass die dafür nötigen Zugangsdaten, insbesondere der mit einer Firma verknüpfte Authentication Code vorhanden ist, da ansonsten keinerlei Änderung mehr durchgeführt werden können.

Von der Frage abgesehen, ob das PROOF scheme sinnvoll ist oder nicht, nutzen es viele Anbieter bewusst, um ein Abwandern von Kunden schwieriger zu machen, da in der Regel die Zugangsdaten für die elektronische Schnittstelle dem Kunden nicht mitgeteilt werden. Will der Kunde den Anbieter wechseln, stehen sowohl der Kunde als auch der neue Anbieter vor dem Problem, dass sie die Meldeanschrift der Firma und auch sonst nichts weiter ändern können. Die PROOF-Sperre muss dann zunächst mit einem schriftlichen Antrag aufgehoben werden.

Stichwörter: Companies House